In-vitro-Fertilisation - IVF

Bei dieser außerhalb des Körpers der Frau angewandten Technik werden unter labortechnischen Bedingungen Embryonen erzeugt und nach Stimulierung der beobachteten Entwicklung zwecks einer Schwangerschaft in die Gebärmutter der Frau eingelegt.

Dieser Prozess, der unbedingt durch ein professionelles Team koordiniert werden muss, umfasst wichtige Faktoren, die die Vorbereitung einer auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmten speziellen Behandlung und ausreichende technologische Einrichtungen der Klinik erfordern.

Für welche Personen ist die In-vitro-Fertilisation empfehlenswert?

Bei Bestehen einer der untenstehenden Faktoren können sich Paare für eine In-vitro-Fertilisation (IVF) entscheiden.

Weibliche Faktoren;

  • Beschädigte oder geschlossene Eileiter, einschließlich vorheriger Tubenligatur
  • Nach erfolgloser Intrauterinen Insemination
  • Immunologische Faktoren
  • Unfruchtbarkeit bedingte durch Endometriose
  • „Unbegründete“ Unfruchtbarkeit

Männliche Faktoren;

  • Schwache Spermienbewegungen (fehlende Bewegung der Spermien)
  • Schwache Spermienmorphologie (formlose Spermien)
  • Niedrige Spermienzahl
  • Fehlen von Spermien in der Samenflüssigkeit (Azoospermie)
  • „Unbegründete“ Unfruchtbarkeit

Schritt für Schritt IVF

Studie und Vorbereitung von Patienten

Vita Altera bestimmt die Behandlungsmethoden individuell und wendet diese an. Ausgehend von der Mission der Identifikation der Ursache der Unfruchtbarkeit, der Diagnose und der Umsetzung alternativer Behandlungsmethoden werden die Spermien- und Hormonposition des Mannes untersucht und je nach Bedarf eine urologische Beurteilung durchgeführt.

Bei Frauen erfolgt zunächst einer Untersuchung des Gebärmutterkanals und der Gebärmutterschleimhaut. Infolgedessen werden Menstruationszyklen ausgewertet und eventuelle Veränderungen der Eileiter beobachtet. Eine detaillierte sexuelle Gesundheitsbewertung von beiden bildet den nächsten Schritt. Es wird sichergestellt, dass beide Seiten sowohl biologisch als auch psychologisch für diesen Prozess bereit sind und mit diesem Prozess die IVF das richtige Vorgehen gegen das Unfruchtbarkeitsproblem ist.

Eierstockstimulation

Für eine korrekte Verwaltung des zwecks einer Schwangerschaft gestarteten Prozesses und zur Erhöhung der Wahrscheinlichkeit ist es erforderlich, dass die normalerweise vom Eierstock einer gesunden Frau produzierte Anzahl mehrerer Eizellen erreicht wird. Um sowohl quantitativ als auch qualitativ die bestmögliche Eizellentnahme zu gewährleisten, verwalten wir zusammen mit unserem Fachpersonal den Prozess auf die effektivste Weise, indem Untersuchungen wie vaginaler Ultraschall, Bluttests und medizinische Kombinationen durchgeführt werden.

Die Behandlungen für einen jeden Patienten dauern durchschnittlich 8 bis 12 Tage.

Eizellenentnahme - Spermienkapazität

Die Eizellentnahme erfolgt 36 Stunden nach der Injektion zum Eisprung, sofern die Behandlung nicht mit gespendeten Eizellen durchgeführt wird. Für den Komfort unserer Patienten wird keine Lokalanästhesie angewandt, sondern mit den am besten geeigneten Medikamenten eine Vollnarkose durchgeführt. Mithilfe einer Ultraschallaufnahme und durch Einsatz einer dünnen Nadel werden reife Eizellen entnommen, wobei diese Methode ca. 10-15 Minuten dauert.

Am Tag dieser Operation wird der männliche Partner gebeten, eine Samenprobe abzugeben.

Um eine hohe Qualität der Spermien zu erzielen, ist es notwendig, bis 3 Tage vor Abgabe der Probe durch Masturbation nicht zu ejakuliert zu haben.

Hinzu ist ggf. das Auftauen und Aufbereiten zuvor eingefrorener Samenproben des männlichen Partners erforderlich. Dasselbe gilt auch für Samenproben von Spendern.

Auslöseinjektion unter Laborbedingungen

Die Fälle, die eine klassische IVF oder ICSI erforderlich machen, sind abhängig von der Konzentration, Beweglichkeit und Morphologie der Spermien, welche jeweils durch entsprechende Untersuchungen festgestellt wurden.

Hierbei werden die aus den Ovarien entnommenen Eizellen umgehend zusammen mit den Spermien in das „Embryokultur“-Medium eingelegt und in einen Inkubator gelegt, um ca. 24 Stunden zu warten. Um die Befruchtungsrate und die Anzahl der Embryonen im Vorkernstadium (PN) zu bestimmen, sind nach der Injektion die Eizellen inkubiert. Das Vorhandensein von 2 Vorkernen, die die Chromosomen der Eltern darstellen, in der Zelle ist ein Hinweis auf eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle. Somit beginnt für die Embryonen, die sich noch entwickeln, ein sensibler Prozess. Erforderlich sind in diesem Prozess für die Embryonen ein minimaler Kontakt und eine maximale Sensibilität, da ihre Entwicklung durch bedeutende Bedingungen wie Feuchtigkeit, Gaskonzentration und Hitze beeinträchtigt werden kann.

Nach 72 Stunden klären unsere erfahrenen Embryologen die Patientin über die Anzahl der befruchteten Eizellen, die Qualität des Embryos (6-8 Zellen), die Vorteile der Kultivierung der Embryonen bis zum 5. Tag des Blastozystentransfers und die Auswahlkriterien ausführlich auf. Das embryonale Genom wird ab dem Zellstadium 6-8 aktiviert. Dadurch wird im gesunden Verlauf im Rahmen der verlängerten Kultivierung ein embryonaler Arrest gezeigt und die Bestimmung der zu transferierenden gesunden Embryonen erlaubt.

In der unter der Aufsicht unserer Spezialisten durchgeführten Behandlungsphase wird während des Entwicklungsprozesses bis zum 5. Tag eine eventuelle chromosomale Anomalie der Embryonen beobachtet. Um diesen Prozess gesund zu verwalten, wird die Durchführung einer genetischen Präimplantationsdiagnostik (PGD) empfohlen.

Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile dieser besonders wichtigen Optionen erfolgt nach Konsultation mit den Eltern eine Entscheidung darüber, ob mit Tag-3-Embryonen oder Tag-5-Blastozyste fortgefahren werden soll.

Embryobiopsie

Im Verfahren der IVF-Behandlung werden durch erfahrene Embryologen von Embryonen zur Diagnose Zellen entnommen; bezeichnet wird dieser Vorgang als Embryobiopsie. Diese Zellen, die an ein genetisches/molekulares Labor übersandt werden, werden zwecks einer Beurteilung des genetischen Status der Embryonen untersucht. Durch diese Technik werden gesunde Embryonen ausgewählt, bevor sie in den Mutterleib eingebracht werden. So werden die erkannten und (aufgrund genetischer oder chromosomaler Störung) ungesunden Embryonen aussortiert.

ICSI - Intrazytoplasmatische Spermieninjektion

Bei der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) wird ein Spermatozoid in die reife Eizelle eingebracht. Diese Technik ist auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin revolutionär und ermöglicht es unfruchtbaren Männern, die aufgrund eines schwerwiegenden Spermienmangels zuvor nicht in der Lage waren, Vater zu werden, Eltern zu werden.

Die ICSI-Methode eignet sich bei fast allen Problemen im Zusammenhang mit Spermienzahl, Beweglichkeit oder Missbildung zur Befruchtung der Eizelle und zur Erzeugung eines Embryos. Darüber hinaus kann bei Azoospermie, d.h. bei fehlenden Samenzellen in der Samenflüssigkeit, unter Vollnarkose durch einen Schnitt in die Haut des Skrotums (Hodensack) erzielt werden, beide Hodengewebe zu erreichen und durch eine mikroskopische Untersuchung lebende Samenzellen aus kleinsten Gewebestücken aus Regionen mit höheren Chancen entnommen werden. Diese Samenzellen können ebenfalls mit der ICSI-Methode in die Eizelle injiziert und eine Schwangerschaft erreicht werden. Man bezeichnet diese Methode als Mikro-TESE.

Embryotransfer

Generell erfolgt der Embryotransfer 2-5 Tage nach der Befruchtung, somit in der höchsten Behandlungsstufe. Das Ziel liegt darin, den aus dem Labor entnommenen Embryo an den Ort der endgültigen Entwicklung einzubringen, nämlich in den Mutterleib.

Während des Eingriffs wird der Verlauf des Embryotransferkatheters in der Gebärmutter ultraschalltechnisch im Bauchraum überwacht, so kann der Flüssigkeitstropfen mit den Embryonen an der richtigen Stelle eingebracht werden. Der Embryotransfer ist ein schmerzloses und oft auch einfaches Verfahren. Um jedoch die Gebärmutter per Ultraschall korrekt darstellen zu können und die Gebärmutter zu richten und den Transfer zu erleichtern, muss die Patientin mit einer gefüllten Harnblase erscheinen. Während des ganzen Verfahrens ist dies das einzige, was die Patientin was die Patientin neben der psychischen Belastung etwas belasten könnte.

Dieses Verfahren ist mit einer gynäkologischen Standarduntersuchung vergleichbares, ist im Gegensatz zu einem chirurgischen Eingriff schmerzfrei und wird ohne Beruhigungsmittel/Anästhesie durchgeführt.

Dieses Verfahren erfolgt in einem sterilen und ruhigen Raum neben dem Labor bei durchschnittlich 36°C Temperatur und unter nicht besonders hellen Lichtbedingungen.

Nicht alle während des Prozesses sich entwickelnden gesunden Embryonen werden gleichzeitig in die Gebärmutter eingebracht. In diesem Punkt bestehen einige rechtliche sowie auch medizinische Einschränkungen. Nach dem Transfer verbleibende Embryonen können mit Zustimmung des Paares eingefroren und aufbewahrt werden. Die durch unser Zentrum geltend gemachte Gebühr für das Einfrieren von Embryonen umfasst das Einfrieren und eine 1-jährige Lagerung.

Nach dem Transfer wird der Patientin dringend empfohlen, sich 30-60 Minuten auf der Station unserer Klinik auszuruhen. Dass Sie sich in der ersten Nacht körperlich entspannen und gut ausruhen ist von großer Bedeutung. Schon ab dem nächsten Tag können Sie Ihren Alltag wiederaufnehmen, jedoch müssen Sie sich unbedingt an die Empfehlungen unserer Spezialisten halten bzgl. Tätigkeiten, die Sie ausführen oder unterlassen sollten.

Sollten in der Vorbereitungsphase Ergebnisse beobachtet werden, die nicht zufriedenstellend sind, (wie z.B. hoher Progesteronspiegel oder ungenügende Dicke der Gebärmutterwand) kann ein Eingriff nicht erfolgen. In diesem werden die Embryonen bis zu einem neuen Zyklus für einen Transfer im eingefrorenen Zustand gelagert.

Positiver Schwangerschaftstest

10-12 Tage nach dem Embryotransfer wird durch einen Schwangerschaftstest im Blut definitiv festgestellt, ob die Behandlung zu einem positiven Ergebnis geführt hat. Ein Urintest ist für eindeutige Ergebnisse nicht ausreichend und wird daher durch den Arzt nicht besonders gewertet. Falls erforderlich, kann der Arzt eine Wiederholung des Tests innerhalb der nächsten 48 Stunden anfordern.

Wenn das Testergebnis positiv ist und zunehmende Werte beobachtet werden:

In den ersten 3 Monaten sollten die Medikamente

unbedingt gemäß den Anweisungen des Arztes eingenommen werden, der die künstliche Befruchtung durchgeführt hat. Da insbesondere das frühzeitige Absetzen von Progesteronhormonen zu Fehlgeburten führen kann, hängt die Fortsetzung der Schwangerschaft in den ersten 8-10 Schwangerschaftswochen vom Vorhandensein einer ausreichenden Menge an Progesteronhormon im weiblichen Körper ab. Wird dies nicht erzielt, bleibt die Schwangerschaft definitiv ohne Erfolg. Ca. 2 Wochen nach dem positiven Testergebnis können Schwangerschaft und sogar Herzschläge des Babys durch eine vaginalen Ultraschallaufnahme beobachtet werden.

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